12 Jahre und 8 Monate ist grob geschätzt die Zeit, die man einplanen sollte, wenn man plant die deutschsprachige Wikipedia komplett durchzulesen.
Einen nimmermüden Quell mehr oder weniger sinnvollen Wissens stellt die Seite “Fragen zur Wikipedia” dar. Möglicherweise durch die auf Eis gelegten Pläne der WP 1.0 inspiriert fragte dort am 6. Juni der Benutzer Horsefreund, wie viele DIN-A4 Seiten benötigt würden, um den gesamten Textbestand der deutschsprachigen Wikipedia zu drucken.
Der daraufhin entstandenen Diskussion kann man eine Reihe interessanter Fakten entnehmen: Ausgehend von der Größe des vorletzten SQL-Dumps gilt…
Problematisch ist allerdings, dass die Wikipedia sich in der Zwischenzeit massiv weiterentwickelt. Wenn man bedenkt, dass die Wikipedia gerade erst einmal 6,5 Jahre alt ist, scheint mir das (zumindest quantitativ) kein schlechtes Ergebnis zu sein.
(via Wikipedia:Kurier)
26. Juni 2007 um 09:59 Uhr
Das alles bezieht sich nur auf die deutsche Wikipedia, oder?
26. Juni 2007 um 11:33 Uhr
Ja, im zweiten Absatz habe ich den Hinweis daraufhin etwas versteckt. Ich stelle das mal im Einführungssatz jetzt etwas deutlicher dar. Sorry für eine etwaige Verwirrung.
26. Juni 2007 um 13:40 Uhr
Thx! Hab ich tatsächlich übersehen.
18. Juli 2007 um 04:20 Uhr
Blöde Frage, aber: ein Brockhaus-Band sind etwas über 1000 Seiten A5? Mit ähnlicher “Zeichendichte”? Dann hast du dich entweder verrechnet, oder WP ist in einem dermaßenen Umfang detaillierter, den man sich kaum vorstellen kann (~Faktor 100 mehr Inhalt). Zugegeben, das angenommene Gewicht von über 3t spricht auch für die Größenordnung ;)
18. Juli 2007 um 07:43 Uhr
Ja, das ist soweit korrekt. Während es bei der reinen Lemmazahl nicht ganz so extrem aussieht (der 24-bändige Brockhaus hat ~260.000 Artikel gegenüber den ~612.000 Artikeln der deutschsprachigen Wikipedia), ist der Durchschnittsartikel der WP viel, viel länger als im Brockhaus.
Das ist vor allem durch den zur Verfügung stehen Platz begründet (Papier ist begrenzt). So gibt es eine große Zahl an Brockhausartikeln, die nur aus wenigen (z.B. zwei) Zeilen bestehen.
Schaut man sich manchen Wikipedia-Artikel an, so wäre er aber kondensiert und gekürzt besser dran, als in einer ausschweifend geschriebenen Form.
4. Mai 2008 um 08:30 Uhr
Neulich erhalte ich eine E-Mail mit dem Angebot meine Dokumente mit Lasergravur auf Schiefertafeln drucken zu lassen.
Um aus den Beitrag zum Thema “Indus-Schrift” aus dem wunderbaren Buch Lexikon des Unwissens von Kathrin Passig und Aleks Scholz zu zitieren: “Wenn allerdings nicht bald Geräte auf den Markt kommen, die Festplatten-Backups auf Tontafeln brennen, werden wir womöglich einst selbst zu den Kulturen gehören, von denen nur einige rätselhaft beschriftete Jackenknöpfe bleiben.”
Unabhängig von Ton oder Schiefer: Die Diskussion, wie viele Seiten die auf dieses Material gedruckte Wikipedia umfassen wird und was das dann wiegt möchte ich auf den Fragen zur Wikipedia nicht aufwerfen.
4. Mai 2008 um 08:39 Uhr
Da bleibt mir nur das Fazit: Die digitale Fassung hat unschätzbare Vorteile, wenn sie einem auf den Fuß fällt.