Der Brockhaus zieht nach: LexiScout greift die Idee von Googlepedia auf.
Die Suchmaschinenerweiterung LexiScout funktioniert bisher nur unter Windows und fügt der Google-Ergebnisausgabe Suchergebnisse aus verschiedenen Quellen hinzu. Zusätzlich durchsucht wird beispielsweise xipolis.net und auch lokal installierte Nachschlagewerke von Brockhaus und Duden (z. B. der Brockhaus multimedial, die Brockhaus Enzyklopädie digital oder die Office-Bibliothek).
Die zusätzlichen Suchergebnisse sind via Reiter im Bereich der Adwords-Anzeige zu finden. Ob Google das so toll findet, dass ein kommerzielles Programm diese ausblenden kann, weiß ich ja noch nicht so recht.
Aber es kommt noch besser: Bei der Suche auf den Brockhaus-Servern wird vom Programm eine Nummer übertragen, die den Nutzer eindeutig identifiziert. Bernd Kreissig (Geschäftsführer von Brockhaus) erklärt, dass LexiScout zum gegenwärtigen Zeitpunkt diese nicht auswerte. Bleibt die Frage, wozu sie dann eingeführt wurde.
Warum das Programm, das sich momentan allerdings noch im Betatest befindet, 15 MB und ein installiertes Java benötigt, bleibt ein Geheimnis von Brockhaus. Schön ist auch der Hinweis in der Hilfe bzgl. der gleichzeitigen Nutzung von Googlepedia und LexiScout:
„Wir empfehlen deshalb, Googlepedia zu deaktivieren, wenn Sie LexiScout verwenden möchten.“
(via Mathias)
Gut, ich gebe unumwunden zu: Ich muss etwas an meinem Zeitmanagement arbeiten. Den Bericht über das samstagliche Rahmenprogramm der Mitgliederversammlung habe ich noch relativ zeitnah am Montag gepostet, für einen Artikel über den Sonntag habe ich erst jetzt Zeit gefunden.
Dennoch werde ich es kurz halten, da schon andere alles Wissenswerte aufgeschrieben haben.
Der Sonntag stand nach einem ruhigen Vormittag ganz im Zeichen der Mitgliederversammlung.
Die wichtigsten Ergebnisse neben den Wahlen zum neuen Vorstand waren klar die Entscheidung zur Beibehaltung der Geschäftsstelle, und die (knappe) Ablehnung des Antrags, die Beisitzerzahl zu verringern.
Die bisher geleistete Arbeit von Arne Klempert, der zuvor einen kurzen Bericht zur Geschäftsstelle abgab, wurde mit Applaus gewürdigt.
Mitgliederversammlung 2007, samstägliches Rahmenprogramm
2. Juli 2007 | Wikipedia-News | 6 Kommentare »

Lecker Grillen auf der MV 2007 (Foto: Elke Wetzig)
Am Vortag der Mitgliederversammlung 2007 des Wikimedia Deutschland e.V. fand ein eintägiges Rahmenprogramm mit interessanten Workshops statt, zu dem auch Nichtmitglieder eingeladen waren.
Um das Programm zeitlich an einem Tag unterbringen zu können, war es nötig, mehrere Vorträge zur gleichen Zeit anzubieten. Was natürlich das Problem aufwarf, sich für bevorzugte Themen entscheiden zu müssen.
Die Programmteile waren jeweils in Zwei-Stunden-Blöcke unterteilt und für mich eigentlich ohne Ausnahme sehr interessant. Im Einzelnen wurden die folgenden Workshops angeboten:
- Juristische Grundlagen für den Wikimedia-Support
- Wikimedia, an international movement
- Wikimedia – Technische Architektur
- Visionen und Reality Checks
- Wikimedia-Projekte zielgerecht vermitteln
Endlich ist es soweit: Unter der Adresse http://www.wikipedia.de ist ab sofort ein Suchportal erreichbar, das die bisherige semi-automatische Weiterleitung auf die offizielle deutschsprachige Adresse der Wikipedia ablöst.
Auf diese Änderung warte ich mit einer Vielzahl weiterer Kritiker (vor allem aus der Öffentlichkeitsarbeit) bereits seit dem Jahr 2005. In der Vergangenheit hatte die Domain direkt nahtlos auf die offizielle Adresse http://de.wikipedia.org verlinkt.
Diese Verlinkung war aus einer Vielzahl von Gründen unerwünscht: So ist eine Verwässerung der offiziellen Adresse durch einen inoffiziellen Fehlschreib-/Faulheitsredirect ärgerlich. In der Vergangenheit haben nicht nur Journalisten (teilweise wider besseren Wissens) die inoffizielle Adresse genutzt, sondern es wurden uns sogar Preise mit dieser Adresse verliehen.
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12 Jahre und 8 Monate ist grob geschätzt die Zeit, die man einplanen sollte, wenn man plant die deutschsprachige Wikipedia komplett durchzulesen.
Einen nimmermüden Quell mehr oder weniger sinnvollen Wissens stellt die Seite „Fragen zur Wikipedia“ dar. Möglicherweise durch die auf Eis gelegten Pläne der WP 1.0 inspiriert fragte dort am 6. Juni der Benutzer Horsefreund, wie viele DIN-A4 Seiten benötigt würden, um den gesamten Textbestand der deutschsprachigen Wikipedia zu drucken.
Der daraufhin entstandenen Diskussion kann man eine Reihe interessanter Fakten entnehmen: Ausgehend von der Größe des vorletzten SQL-Dumps gilt…
- …die deutsche Ausgabe der Wikipedia wird zu etwa 663.869 einseitig bedruckten DIN A4 Seiten (bei 5000 Zeichen pro Seite).
- …legt man diese Blätter längs aneinander, so ergibt sich ein Papierstreifen von 197 km und 169 m Länge.
- …platzsparenderweise legt man die Blätter quer aneinander und erhält so eine Länge von nur 139 km und 412 m.
- …schreibt man stattdessen alle Buchstaben in nur eine Zeile, so wird diese 6638 km und 688m lang.
- …ausgehend von einem Papiergewicht von 80 g/m², hätte die ausgedruckte Vollversion ein Gesamtgewicht von etwa 3.319 kg.
- …und wenn man von einer Lesegeschwindigkeit von 5 Minuten pro Seite ausgeht, so benötigt man für die komplette Lektüre die im Titel angegebene Dauer von 12 Jahren und 8 Monaten.
Problematisch ist allerdings, dass die Wikipedia sich in der Zwischenzeit massiv weiterentwickelt. Wenn man bedenkt, dass die Wikipedia gerade erst einmal 6,5 Jahre alt ist, scheint mir das (zumindest quantitativ) kein schlechtes Ergebnis zu sein.
(via Wikipedia:Kurier)






