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Fußball - nicht nur für Frauen

Ein interessanter Artikel über die Verbreitung von ungeprüften Informationen in Online-Medien findet sich im neuen Blog von Arne Nordmann.

Im Artikel Kaffeeservice und Bügelbrett berichtet er, wie sich ein Scherzeintrag in der Wikipedia quer durch die deutsche Online-Medien-Landschaft verbreitet hat – vom Spiegel, über den Stern, die Welt, die taz und weitere.

Was lässt sich aus dem konkreten Fall lernen?

Im Grunde nichts Neues: Informationen – und zwar nicht nur denen aus der Wikipedia – sollte man nie vorbehaltlos trauen. Der hohe Druck in den Onlineredaktionen lässt eine Faktenprüfung aber augenscheinlich in der Regel nicht (mehr) zu.

Nachtrag: Nicht nur Online-Redaktionen fallen drauf rein… (via Mathias)

Gestern hat Udi Manber, Vize-Chef der Entwicklungsabteilung bei Google, im Google-Blog ein neues Produkt vorgestellt: Knol.

Earlier this week, we started inviting a selected group of people to try a new, free tool that we are calling „knol“, which stands for a unit of knowledge. Our goal is to encourage people who know a particular subject to write an authoritative article about it. The tool is still in development and this is just the first phase of testing. For now, using it is by invitation only. But we wanted to share with everyone the basic premises and goals behind this project.

Knol verfolgt also, wie die Wikipedia, das Ziel des Aufbaus einer Internet-Enzyklopädie. Während es auch andere Projekte gibt, die allerdings bisher – zumindest quantitativ – wenig erfolgreich sind, ist bei einem Projekt aus dem Hause Google relativ sicher, dass eine große Masse an Menschen sich damit beschäftigen wird.

Ist Knol also als Wikipedia-Killer konzipiert? Will man die Suchergebnisse und die Autoren doch lieber auf der eigenen Plattform sammeln? Sollte Google doch böse sein?

Oder ist die Entwicklung aus Sicht der Wikipedianer eher positiv zu sehen: Hat Knol das Potential, weitere freie Inhalte zu schaffen (die ggf. auch in die Wikipedia integriert werden könnten)?

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Im Namen des Volkes…

Zuerst stellt Katina Schubert eine medienwirksame Anzeige gegen „die Wikipedia“. Dann entschließt sie sich – vermutlich aufgrund des unerwarteten Gegenwindes – die Anzeige „zurückzuziehen„.

Soweit ein schöner PR-Stunt. Damit könnte die Geschichte ja jetzt erstmal wieder etwas ruhiger weitergehen, oder? Denkste!

Wie ich gerade in diesem Posting bei Gulli lese, hat Günter Frhr. v. Gravenreuth – der schon in den Wikipedistik-Kommentaren wenig Begeisterung für die Aktion von Frau Schubert zeigte – Strafanzeige wegen falscher Verdächtigung gegen Schubert gestellt.

Gravenreuth begründet dies wie folgt:

„Die Wiedergabe von historischen Dokumenten in einer Enzyklopädie wie der Wikipedia, deren Objektivität und Aktualität erst vor wenigen Tagen bestätigt wurde, erfüllt keinen Straftatbestand, insbesondere nicht § 86 Abs. 1 Nr. 4 oder 130 Abs. 3 StGB.

Geschütztes Rechtsgut von § 164 StGB ist die Rechtspflege und die Strafverfolgungsorgane vor unnötiger Inanspruchnahme und daneben auch die einzelne Person vor Strafverfolgungsmaßnahmen, die sie unberechtigterweise treffen könnten.

Dies war der Beschuldigten wohl auch bekannt, da sie als stellvertretende Vorsitzende der Partei „Die Linke“ über ausreichende Kenntnisse verfügt.“

Harren wir mal gespannt der weiteren Entwicklung…

RSS-LogoDie Artikel des Tages in der Wikipedia erfreuen sich großer Beliebtheit.

Jeden Tag wird auf der Hauptseite ein exzellenter Artikel mit einem Bild als Blickfang und einigen kurzen Sätzen angeteased, der zum Weiterlesen des Artikels einlädt.

Ein häufiger Wunsch, der sowohl via OTRS, als auch auf anderen Wegen immer wieder geäußert wird, ist die Bereitstellung eines RSS-Feeds für die Artikel des Tages.

RSS-Feeds werden von Programmen, sogenannten RSS-Readern (auch Aggregatoren oder Feed-Reader genannt) in regelmäßigen Abständen geladen und der Benutzer erfährt so, ob neue Beiträge vorliegen und kann diese dann entsprechend komfortabel lesen .Dies erlaubt den Interessierten somit das Abonnement per Push-Dienst, ohne dass er „gezwungen ist“ täglich die Hauptseite der Wikipedia aufzurufen.

Weitere Vorteile bestehen in der einfachen (lokalen) Archivierbarkeit und der Weiternutzung der Inhalte in anderem Kontext.

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Zurückrudern…
Jetzt wird zurückgerudert…

Kurz, aber heftig.

Über mangelndes mediales Interesse an ihrer Anzeige kann sich Katina Schubert nicht beklagen.

Und fast ausschließlich Gegenwind – so hatte sich die stellvertretende Chefin der Linkspartei das vermutlich eher nicht vorgestellt. Da die wenigsten Menschen ihre Vorgehensweise nachvollziehen konnten und auch die eigenen Reihen eher befremdet reagierten, tritt Frau Schubert heute einen Teil-Rückzug an.

In einer Pressemitteilung verkündet sie, dass sie die Klage zurückziehe:

Da eine Strafanzeige offenbar der falsche Weg für diese Auseinandersetzung ist, ziehe ich diese – nachdem mich bereits gestern Vertreter von Wikimedia angesprochen haben und wir intensiv diskutiert haben – heute zurück. Ich stelle mich gern dem Gespräch, um andere, sinnvollere Wege der gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu finden.

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