Die englischsprachigen Kollegen haben gerade ein Problem, was uns von der deutschsprachigen Wikipedia doch irgendwie bekannt vorkommt…
Im Mai 2005 – kurz vor dem nordrhein-westfälischen Wahlkampf – wurde unter anderem ein wenig an den Artikeln von Peer Steinbrück und Jürgen Rüttgers geschraubt. Diese Änderungen gingen von IPs aus dem deutschen Bundestag aus.
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Fundstück der Woche von 32X:
Nach dem Krieg im Jahr 1964 wurde die Produktion eines Wagens des Namens “Opel Admiral A“ aufgenommen.
So stand es immerhin 14 Monate im Artikel „Opel Admiral„.
Zivilgesellschaftliches Engagement in virtuellen Gemeinschaften
30. Januar 2006 | Wikipedia-News, Wissenschaftliches | 1 Kommentar »
Jakob Voss (FYI: der Erfinder des Begriffs „Wikipedistik“) weist in seinem wiki research blog Wikimetrics im Posting Civil society and Wikipedia – a diploma thesis darauf hin, dass Ingo Frost seine Diplomarbeit im Ergänzungsstudiengang Angewandte Systemwissenschaft mit dem Titel „Zivilgesellschaftliches Engagement in virtuellen Gemeinschaften? Eine systemwissenschaftliche Analyse des deutschsprachigen Wikipedia-Projektes“ veröffentlicht hat.
Die Arbeit bietet – laut Jakob – einen guten Überblick über bisherige Studien über die Wikipedia und vergleicht die Wikipedia mit anderen zivilgesellschaftlichen Aktivitäten von Freiwilligen. Ingo vergleicht die Wikipedia als virtuelle Gemeinschaft mit der Organisationsform „eingetragener Verein“ und dem Modell der Bürgerbeteiligung um zum einen das soziale Kapital und zum anderen die Partizipationsintensität zu messen. Diese Untersuchung wird in den Kontext bestehender soziologischer und politikwissenschaftlicher Arbeiten eingeordnet.
Leider fehlt mir gerade – in Hinblick auf die immer näher kommende Klausur – die Zeit, mich näher mit der Arbeit auseinanderzusetzen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
Der Abstract (englisch) und die Diplomarbeit sind als PDF downloadbar, ansonsten gibt es die Diplomarbeit auch im HTML-Format.
Die Zenodot Verlagsgesellschaft, eine Tochter Schwesterfirma von Directmedia macht es tatsächlich wahr: innerhalb der nächsten fünf Jahre wird sie die deutschsprachige Wikipedia als 100-bändiges Werk verlegen.
Somit ist die deutschsprachige Wikipedia nicht nur die erste Wikipedia gewesen, die es als CD/DVD gab, sondern wird auch hier Vorreiter sein. Wegbereiter für das Projekt ist die ebenfalls von Zenodot verlegte Taschenbuchreihe WikiPress, deren erster Band – „Wikipedia: Das Buch“ – inkl. aktueller Wikipedia-DVD im Dezember 2005 erschienen ist.
Wikipedistik ist ab heute dann doch endlich für die Allgemeinheit geöffnet 🙂




