Kommentare zu: Ärgerliche Artikel https://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/ Nutzung von Wikis als Wissensmanagement unterstützende Systeme in Unternehmen Mon, 16 Oct 2006 15:17:05 +0000 hourly 1 Von: Tim Bartel https://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/comment-page-1/#comment-177 Mon, 16 Oct 2006 15:17:05 +0000 http://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/#comment-177 Das finde ich angebracht, nachdem man das Problem dem Kritisierten nahe gebracht hat.

Ich behaupte – bei mir weiss ich es sicher – dass das Problem der Wikipedia nicht bekannt war und ich weiss, dass es sicherlich nicht böswillig ausgenutzt wurde, wie der Artikel intendiert.

Grundsätzlich würde ich mir wünschen, dass man auch ausserhalb der Wikipedia öfter nach dem Grundsatz Assume good faith handelt.

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Von: thierry chervel https://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/comment-page-1/#comment-176 Mon, 16 Oct 2006 13:27:01 +0000 http://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/#comment-176 Nur kurz zur Kritik an Christoph Mayerls Artikel im perlentaucher. Sie fragen, warum er nicht „konstruktive“ Kritik bei Wikipedia leistet. Ein seltsames Missverständnis über Öffentlichkeit. Konstruktiv ist die Kritik durchaus, aber sie macht das Problem einem weiteren Publikum bekannt, das Wikipdia nutzt und – zurecht! – liebt, aber nicht unbedingt weiß, welche Bedeutung solche Links haben. Solche Machtstrategien müssen doch benannt werden!

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Von: Tobias https://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/comment-page-1/#comment-175 Sun, 10 Sep 2006 15:32:36 +0000 http://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/#comment-175 > Konkret zur Eigenfinanzierung fasse
> ich den letzten Abschnitt Ihres Artikels > so auf, dass es dem Verein zwar nicht
> möglich ist, die Spenden für Wikipedia-
> Hardware bereitzustellen, aber dass er
> stattdessen das Geld halt aufwendet,
> um sich selber Festgehalt zu zahlen.

Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Im vorletzten Absatz steht doch klar drin, dass der Verein dabei ist, die rechtlichen Probleme zu lösen und das Geld auch in Server fließen soll: „Derzeit sucht der Vorstand nach einer Lösung, um das Spenden-Versprechen doch noch einzulösen. Denn das Finanzamt wird es nicht unbegrenzt hinnehmen, dass das Geld auf der hohen Kante bleibt. Es gebe für die gemeinnützige Verwendung von Spenden aber keine eindeutige Frist, erklärt Senatssprecher Kolbeck. Die Ämter würden immer prüfen, was der Grund für den „Verwendungsrückstand“ ist und wie der Vorstand die Rücklagen auflösen will. Wikimedia Deutschland plant nun, mit dem Geld eigene Computer aufzustellen. Diese könnten dann etwa die Datensicherung oder die besonders rechenaufwändige Suchfunktion der Seite übernehmen.“

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Von: Tim Bartel https://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/comment-page-1/#comment-174 Wed, 06 Sep 2006 16:33:14 +0000 http://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/#comment-174 Hallo Herr Heiser, schön dass Sie sich zu Wort melden und entschuldigen Sie die verzögerte Antwort.

Vorab: Ich stimme zu, dass die Transparenz von Seiten des Vereins in Hinblick auf die Spendenverwendung aus größer sein sollte und allgemein dürfte bekannt sein, dass ich dafür plädiere, dass die „Außeninformation“ des Vereins verbessert wird.

Auch nach mehrmaligen Lesen des Artikels hat sich mein Eindruck, den ich beim ersten Lesen hatte, nicht geändert: Für mich liest sich der Artikel, als ob die Intention ist, den Verein als als bewusst „hinterlistig“ (betrügerisch wäre vermutlich zu stark) darzustellen, der den Spender an der Nase herumführt.

Möglicherweise fühle ich mich deshalb so stark davon getroffen, da ich so gut wie alle Vereinsvorstände und ihr Engagement kenne. Das schliesst nicht aus, dass Einiges – auch Wichtiges – im Verein vielleicht (noch) unprofessionell läuft, aber ich verwahre mich vehement dagegen, böse Absichten zu unterstellen, wo keine sind.

Konkret zur Eigenfinanzierung fasse ich den letzten Abschnitt Ihres Artikels so auf, dass es dem Verein zwar nicht möglich ist, die Spenden für Wikipedia-Hardware bereitzustellen, aber dass er stattdessen das Geld halt aufwendet, um sich selber Festgehalt zu zahlen.

Martin von Social Software hat aufgezeigt, dass Ihr Artikel durchaus anders interpretiert werden kann – was mich wirklich überrascht hat. Mir gelingt es nämlich nicht, diese Sicht anzunehmen. Aber möglicherweise bin ich bei diesem Thema wirklich zu dünnhäutig.

Sollte Martins Deutung der Realität entsprechen, würde mich dies jedenfalls sehr freuen.

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Von: S. Heiser https://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/comment-page-1/#comment-173 Tue, 05 Sep 2006 09:06:13 +0000 http://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/#comment-173 Guten Tag,

ich habe die Diskussion hier aufmerksam gelesen und möchte mich als Autor des SZ-Artikels auch gerne zu Wort melden.

> Es wird der Eindruck erzeugt, der
> Verein verwende das gesammelte
> Geld entgegen den Wünschen der
> Spender zur Eigenfinanzierung

ich kann nicht erkennen, wo ich in dem Artikel den Eindruck erzeugt hätte, der Verein verwende das Geld zur Eigenfinanzierung. Der Vorwurf ist vielmehr, dass der Verein das Geld gerade größtenteils bisher überhaupt nicht verwendet hat und dies den Spendern nicht klar macht. Genau das ergibt sich auch aus den hier zitierten Auszügen aus meinem Artikel: „So steht auf der Spenden-Seite nirgendwo, dass der Großteil des an den Verein gespendeten Geldes bei der Bank schlummert – und Tag für Tag wird es mehr“ und „Es wirft auch ein eigenartiges Licht auf den Verein. Denn der weiß schon seit längerem, dass die meisten Spenden auf dem Bankkonto bleiben.“

Ich finde, die Spender hätten die Information über die rechtlichen Probleme erhalten sollen. So hätten sie sich entscheiden können, ob sie trotzdem an den deutschen Verein spenden möchten oder ob sie auf die Spendenquittung verzichten wollen und auf direktem Wege an die Foundation spenden, damit das Geld ohne Zeitverzug in die Server investiert werden kann.

> In der Mailingliste des Vereins (in
> der übrigens auch ein Großteil der
> vom Autor des Artikels vermissten
> Informationen gepostet wurden)

Diese Information sollte es nicht nur über die Mailingliste der Vereinsmitglieder und für Journalisten auf Nachfrage geben, sondern sie sollte auch für die Spender auf der Spenden-Seite zugänglich sein. Ich finde: Wer über 170.000 Euro an Spenden von der Community einwirbt, muss mit hoher Transparenz Aufschluss darüber geben, wie genau das Geld verwendet (oder eben noch nicht verwendet) wird.

Schöne Grüße
S. Heiser

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Von: Tim Bartel https://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/comment-page-1/#comment-172 Sat, 02 Sep 2006 06:37:53 +0000 http://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/#comment-172 Naja, „Readers Edition“ ist ja so eine Mischung aus Blog und Zeitung (finde ich auch nicht übel – Trackbacks fehlen).

Tobias Gernhardt hat ebenfalls das Thema der Süddeutschen aufgegriffen und selber einen Artikel dazu geschrieben.

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Von: digitus https://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/comment-page-1/#comment-171 Fri, 01 Sep 2006 20:38:11 +0000 http://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/#comment-171 Bei der Reader’s Edition (einem Ich-bin-mein-eigener-Journalist-Spinoff der Netzeitung) stieß heute ein Tobias Gernhardt ins gleiche Horn: „Wikipedia hortet Spendengelder“ (http://tinyurl.com/r87sl) – man könnte fast eine Verschwörung gegen Wikipedia vermuten.

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Von: helge https://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/comment-page-1/#comment-170 Fri, 01 Sep 2006 15:12:38 +0000 http://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/#comment-170 du schreibst „Ich persönlich habe jedenfalls nach der Lektüre wenig Lust, mich für dieses Ziel einzusetzen.“ doch das hast du gerade getan, indem du dem anliegen mehr publizität verschaffst.

und so verstehe ich den artikel auch: er polarisiert mit überzogenen aussagen und erreicht damit mehr aufmerksamkeit für die problematik von nofollow. ausgewogene diskussionsbeiträge hat es seit dessen einführung wahrlich genug gegeben, leider ohne effekt. wenn die versandete diskussion jetzt wieder aufflammt, kann ich das nur begrüßen.

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Von: Tim Bartel https://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/comment-page-1/#comment-169 Fri, 01 Sep 2006 14:57:16 +0000 http://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/#comment-169 Beispiele hinken immer… 🙂

Vielleicht hätte ich es aber auch weiter ausführen sollen – der Unterschied: Im ersten Fall (nofollow) greift der Autor u.a. diejenigen an, die das Feature implementiert haben – das sind genau diejenigen Personen, die auch großen Einfluß darauf haben, dass das Feature wieder deaktiviert wird.

In solch einem Fall ist es IMHO nicht das erfolgsversprechendste Konzept, die Betreffenden anzugreifen, anstatt ihnen die Vorteile einer anderen Lösung nahezubringen.

In deinem Löschbeispiel ist es so, dass „der Angegriffene“ in der Regel nicht in einer entsprechenden Position steht.

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Von: Torsten https://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/comment-page-1/#comment-168 Fri, 01 Sep 2006 14:49:25 +0000 http://wikipedistik.de/2006/09/01/aergerliche-artikel/#comment-168 „Falls jemand entsprechende Vorschläge hat, sind diese gerne gesehen.“

Für die Spendenseiten? Das sollten der Verein und die Foundation besser intern ausknobeln.

„Mit einem Angriff motiviert man niemanden, den Finger für etwas zu krümmen.“

Leider ist es viel zu oft so. Beispiel innerhalb der Wikipedia: Wenn man will, dass ein Artikel ausgebaut wird, ist ein Löschantrag eine der erfolgversprechendsten Strategien. Ein Review, WS oder gar ein Eintrag auf der Diskussionsseite führen viel seltener zum Erfolg.

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