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	<title>Wikipedistik &#187; NPOV</title>
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		<title>Knol: Greift Google Wikipedia an?</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Dec 2007 11:53:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Gestern hat <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Udi_Manber" rel="nofollow" class="liwikipedia">Udi Manber</a>, Vize-Chef der Entwicklungsabteilung bei Google, im <a href="http://googleblog.blogspot.com/2007/12/encouraging-people-to-contribute.html" class="liexternal">Google-Blog</a> ein neues Produkt vorgestellt: <strong>Knol</strong>.</p>
<blockquote><p>Earlier this week, we started inviting a selected group of people to try a new, free tool that we are calling &#8220;knol&#8221;, which stands for a unit of knowledge. Our goal is to encourage people who know a particular subject to write an authoritative article about it. The tool is still in development and this is just the first phase of testing. For now, using it is by invitation only. But we wanted to share with everyone the basic premises and goals behind this project.</p></blockquote>
<p>Knol verfolgt also, wie die <a href="http://de.wikipedia.org/" rel="nofollow" class="liwikipedia">Wikipedia</a>, das Ziel des Aufbaus einer Internet-Enzyklopädie. Während es auch andere Projekte gibt, die allerdings bisher &#8211; zumindest quantitativ &#8211; <a href="http://en.citizendium.org/" class="liexternal">wenig</a> <a href="http://www.wikiweise.de/" class="liexternal">erfolgreich</a> sind, ist bei einem Projekt aus dem Hause Google relativ sicher, dass eine große Masse an Menschen sich damit beschäftigen wird.</p>
<p>Ist Knol also als Wikipedia-Killer konzipiert? Will man die Suchergebnisse und die Autoren doch lieber auf der eigenen Plattform sammeln? Sollte Google doch böse sein?</p>
<p>Oder ist die Entwicklung aus Sicht der Wikipedianer eher positiv zu sehen: Hat Knol das Potential, weitere freie Inhalte zu schaffen (die ggf. auch in die Wikipedia integriert werden könnten)?</p>
<p><!--more-->Schauen wir uns die Unterschiede der beiden Projekte einmal etwas näher an:</p>
<h3>Sichtweise</h3>
<p>Einen der wichtigsten Unterschiede zwischen Wikipedia und Knol stellt die Sichtweise auf die Inhalte dar. Während Wikipedia &#8211; wie die klassischen Enzyklopädien &#8211; die Artikel in den Vordergrund stellt und die Autoren im Hintergrund bleiben, möchte Google die Autoren mehr in den Vordergrund rücken:</p>
<blockquote><p>The key idea behind the knol project is to highlight authors. Books have authors&#8217; names right on the cover, news articles have bylines, scientific articles always have authors &#8212; but somehow the web evolved without a strong standard to keep authors names highlighted. We believe that knowing who wrote what will significantly help users make better use of web content.</p></blockquote>
<p>Innerhalb der Wikipedia wird dies &#8211; unter anderem aus der Problematik der Selbstdarstellerei heraus &#8211; bewusst vermieden. Während mit einem Klick die Versionsgeschichte einen Überblick über die am jeweiligen Artikel beteiligten Autoren gibt und somit ein hohes Maß an Transparenz herrscht, ist für die Zielgruppe der Enzyklopädie-Nutzer vor allem eines interessant: der Inhalt der nachgeschlagenen Lemmata.</p>
<p>Google setzt hier mehr auf typische Web-2.0-Techniken: So werden Beiträge (Artikel, Reviews) mit Avatar-Bildchen versehen, die dafür sorgen, dass die Inhalte &#8220;persönlicher&#8221; werden. Ein Rating der Knol-Artikel ist ebenfalls vorgesehen.</p>
<div class="caption center"><img src='http://wikipedistik.de/wp-content/uploads/2007/12/knol-peer-review.gif' alt='Knol peer review' /><br />Peer Review, Wertung, Personalisierung</div>
<p>Der Textaufbau scheint sehr an Wikipedia-Artikel (bzw. &#8220;Common Sense&#8221;) angelehnt. Artikel starten mit einem hervorgehobenen ersten Absatz, der in aller Kürze eine Definition des Lemmas gibt. Nach einem Inhaltsverzeichnis, über das man Unterkapitel direkt anspringen kann, folgt der eigentliche Textkorpus. In diesem scheinen &#8211; zumindest im konkreten Beispiel &#8211; externe Links ebenfalls nicht erwünscht zu sein. So folgt dann unter dem eigentlichen Artikel ein Abschnitt, in dem externe Weblinks und weitere Referenzen gelistet werden. Und zum Schluss dann eine Liste der Belege, die via Fußnote in den Artikel eingebunden wurden.</p>
<p>Am Ende der Webseite kann der Leser den Artikel bewerten und &#8211; vielleicht vergleichbar zur Diskussionsseite in der Wikipedia &#8211; kommentieren.</p>
<h3>Neutralität durch kollaborative Texterstellung</h3>
<p>Mit der User-Zentrierung verfolgt Google das Ziel, durch Reputationseffekte qualitativ hochwertige Texte zu erhalten.</p>
<blockquote><p>We hope that knols will include the opinions and points of view of the authors who will put their reputation on the line.</p></blockquote>
<p>Dies führt jedoch zu einem Problem: Während es innerhalb der Wikipedia zu einem Lemma nur einen Artikel gibt, führt der Einzelautoren-Ansatz von Knol dazu, dass die Artikel sehr POV-lastig werden (POV = Point of View, Sicht des Autors). Artikelverbesserungen in einem Wiki kommen gerade häufig dadurch zustande, dass eine Vielzahl von Personen mit unterschiedlichen Sichtweisen kollaborativ an einem Text arbeitet. Einer der zugrundeliegenden unveränderlichen Grundsätze der Wikipedia ist der NPOV (neutral point of view) &#8211; der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Neutraler_Standpunkt" rel="nofollow" class="liwikipedia">neutrale Standpunkt</a>.</p>
<p>In der Praxis führt dies in der Wikipedia häufig zu Problemen: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Edit-War" rel="nofollow" class="liwikipedia">Edit-Wars</a> erzeugen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikistress" rel="nofollow" class="liwikipedia">Wikistress</a>, Artikel müssen gesperrt werden und Diskussionen können schon mal mehrere Monate andauern, in denen im jeweiligen Artikel keine Änderungen vorgenommen werden können. Auf lange Sicht hat dies jedoch häufig zu einer qualitativen Verbesserung der Artikel geführt.</p>
<p>Knol hat keinen kollaborativen Ansatz zur Texterstellung &#8211; man kann durch Reviews, Kommentare und Bewertungen versuchen auf den Autor des Artikels einzuwirken. Ob dieser sich davon allerdings beeinflussen lässt, ist unklar. Der Kritiker hat aber eine andere Möglichkeit: Er verfasst einen eigenen Artikel zum gleichen Thema.</p>
<p>Dies dürfte dazu führen, dass es &#8211; gerade bei umkämpften Themen &#8211; zu einer Flut von Artikeln zum gleichen Thema kommt, die unter der POV-Problematik leiden.</p>
<h3>Lizenzierung</h3>
<p>Geht man alleine nach dem Text aus dem Google-Blog, so klingt dieser&#8230;</p>
<blockquote><p>We do not want to build a walled garden of content; we want to disseminate it as widely as possible. Google will not ask for any exclusivity on any of this content and will make that content available to any other search engine.</p></blockquote>
<p>&#8230;etwas wieselig. Solche Formulierungen findet man eigentlich immer da, wo gerade <em>keine</em> freie Lizenz Anwendung findet.</p>
<p>Schaut man sich allerdings den veröffentlichten <a href="http://www.google.com/images/blogs/knol_lg.png" class="liexternal">Screenshot von Knol</a> an, so findet man am Ende der rechten Spalte einen Hinweis auf die Lizenzierung: Die Inhalte von Knol stehen augenscheinlich unter der <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/" class="liexternal">CC-BY-3.0-Lizenz</a> der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creative Commons" rel="nofollow" class="liwikipedia">Creative Commons</a> (Namensnennung des Urhebers).</p>
<div class="caption center"><img src='http://wikipedistik.de/wp-content/uploads/2007/12/knol-license.png' alt='Knol license' /><br />Knol lizenziert unter CC-BY-3.0</div>
<p>Diese Lizenz entspricht dem <a href="http://freedomdefinition.org/" class="liexternal">Verständnis von Freiheit</a>, dass auch die Wikipedia hat. So können beispielsweise CC-BY-3.0 lizenzierte Bilder innerhalb der Wikipedia verwendet werden. Aufgrund der historischen Wahl der <acronym title="GNU Free Documentation License">GFDL</acronym> für die Textlizenzierung der Wikipedia ist die Übernahme von CC-BY-lizenzierten Texten allerdings <strong>nicht</strong> möglich.</p>
<p>Während von der <a href="http://wikimediafoundation.org/" class="liexternal">Wikimedia Foundation</a> und der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Free_Software_Foundation" rel="nofollow" class="liwikipedia">Free Software Foundation</a> daran gearbeitet wird, dass die <acronym title="GNU Free Documentation License">GFDL</acronym> und die CC-BY-SA-Lizenz (SA = Share Alike, sprich: Die Lizenz vererbt sich weiter) ineinander überführt werden können, wird dies für CC-BY-lizenzierte Inhalte auch in Zukunft nicht möglich sein.</p>
<p>Die Inkompatibilität der Lizenzen gilt natürlich auch anders herum. Sofern CC-BY-3.0 die einzige gültige Lizenz für textuelle Knol-Inhalte darstellen wird, dürfen keine Inhalte der Wikipedia in Knol-Beiträge übernommen werden.</p>
<div class="caption right"><img src='http://wikipedistik.de/wp-content/uploads/2007/12/cc-by-nc-nd.png' alt='CC-BY-NC-ND Logo' /></div>
<p>Zumindest Bilder können innerhalb von Knol wohl auch unter weitere Lizenzen gestellt werden &#8211; so enthält der Artikel im Screenshot ein Bild, welches unter CC-BY-NC-ND (NC = noncommercial, ND = no derivative works) steht. Dies wird die Weiternutzung der Inhalte außerhalb von Knol <a href="http://freedomdefined.org/Licenses/NC/De" class="liexternal">enorm behindern</a>.</p>
<p>Lustigerweise verdeutlicht Google das selbst recht deutlich: Knol beinhaltet laut Screenshot Google-Ads, so dass das Angebot zumindest nach deutschem Recht sicherlich nicht als nicht-kommerziell gelten kann. Die Benutzung des CC-BY-NC-ND-lizenzierten Fotos stellt somit einen Lizenzverstoß dar.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Schwierig. Um ehrlich zu sein, traue ich mir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu, eine Bewertung von Googles Aktivitäten vorzunehmen. Knol hat sicherlich mehr Potential als das gescheiterte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Answers" rel="nofollow" class="liwikipedia">Google Answers</a>.</p>
<p>Als problematisch sehe ich die Möglichkeit an, eine Vielzahl verschiedener Artikel zu einem Lemma zu verfassen. Momentan kann ich nicht sehen, wie Knol hauptsächlich neutrale Texte generieren bzw. identifizieren will. Durch Nutzer-Ratings wird dies wohl eher nicht so ohne weiteres funktionieren.</p>
<p>Immerhin dürfte die Ankündigung von Knol der <a href="http://isbn.mathias-schindler.de/?p=25" class="liexternal">Maurer&#8217;schen Verschwörungstheorie</a> der Wikipedia-Google-Connection ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen.</p>
<p>Knol ist momentan in einer frühen Testphase und nur einer geschlossenen Nutzergruppe zugänglich. Weitere Informationen oder Screenshots gibt es derzeit noch nicht.</p>]]></description>
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		<title>Klagerücknahme</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Dec 2007 11:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<div class="caption right"><img src='http://wikipedistik.de/wp-content/uploads/2007/12/zurueckrudern.png' alt='Zurückrudern…' /><br />Jetzt wird zurückgerudert&#8230;</div>
<p>Kurz, aber heftig.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/linke-vize-verklagt-wikipedia/" class="liexternal">Über</a> <a href="http://www.welt.de/webwelt/article1435970/Anzeige_gegen_Wikipedia_wegen_Nazi-Propaganda.html" class="liexternal">mangelndes</a> <a href="http://www.fr-online.de/top_news/?sid=997301274ce9e329610bf45b5b92dfa0&#038;em_cnt=1254466" class="liexternal">mediales</a> <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/264/146922/" class="liexternal">Interesse</a> an <a href="http://wikipedistik.de/2007/12/06/pr-ratgeber-schwimmen-auf-dem-medieninteresse-oder-nazis-gehen-immer/" class="liinternal">ihrer Anzeige</a> kann sich Katina Schubert nicht beklagen.</p>
<p>Und fast ausschließlich Gegenwind &#8211; so hatte sich die stellvertretende Chefin der Linkspartei das vermutlich eher nicht vorgestellt. Da die wenigsten Menschen ihre Vorgehensweise nachvollziehen konnten und auch die <a href="http://www.mark.linkeblogs.de/2007/12/06/im-winterloch/" class="liexternal">eigenen</a> <a href="http://www.linksfraktion-sachsen.de/pressedatenbank/Export/PM/PM.php?PNR=5400" class="liexternal">Reihen</a> eher befremdet reagierten, tritt Frau Schubert heute einen Teil-Rückzug an.</p>
<p>In einer <a href="http://die-linke.de/presse/presseerklaerungen/detail/zurueck/aktuell/artikel/auseinandersetzung-hat-begonnen/" class="liexternal">Pressemitteilung</a> verkündet sie, dass sie die Klage zurückziehe:</p>
<blockquote><p>Da eine Strafanzeige offenbar der falsche Weg für diese Auseinandersetzung ist, ziehe ich diese – nachdem mich bereits gestern Vertreter von Wikimedia angesprochen haben und wir intensiv diskutiert haben – heute zurück. Ich stelle mich gern dem Gespräch, um andere, sinnvollere Wege der gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu finden.</p></blockquote>
<p><!--more-->Viel mehr als einen symbolischen Wert hat das allerdings nicht, da es sich bei den einschlägigen Paragraphen (<a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/130.html" class="liexternal">§&nbsp;86 StGB</a>, <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/130.html" class="liexternal">§&nbsp;130 StGB</a>) um <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Offizialdelikt" rel="nofollow" class="liwikipedia">Offizialdelikte</a> handelt. Eine &#8220;Rücknahme der Anzeige&#8221; ist somit nicht möglich.</p>
<p>Aber es ist natürlich zu begrüßen, dass Einsicht darüber herrscht, dass die Vorgehensweise nicht akzeptal war und daraus Konsequenzen gezogen werden. Von ihrer Position als solche rückt sie nämlich nicht ab.</p>
<blockquote><p>Das Internet wird von Nazis als Propaganda- und Vernetzungsplattform genutzt. Gerade junge Leute nutzen das Internet zur Information und zur Meinungsbildung. Deshalb ist eine besondere Sensibilität im Umgang mit Symbolen verfassungsfeindlicher NS-Organisationen notwendig, auch bei Internet Communities.</p>
<p>Ich weiß, dass es sich bei Wikipedia um ein Internetlexikon handelt und verfassungsfeindliche Symbole vorrangig zur Dokumentation verwendet werden. Gleichwohl können diese – anders als im Buchformat – zu rechtsextremistischen Propagandazwecken ohne Probleme heruntergeladen und umfunktioniert werden. Das ist eine nicht zu unterschätzende Grauzone.</p></blockquote>
<p>So ist ihre Pressemitteilung auch mit dem Titel <em>&#8220;Auseinandersetzung hat begonnen&#8221;</em> überschrieben.</p>
<p>Schubert fordert einen Ehrenkodex in der Online-Kommunikation, der antisemitische, rassistische, sexistische und rechtsextremistische Positionen ausschließt.</p>
<p>Dies wird aber schon durch <strong>den</strong> zugrunde liegenden Gedanken der Wikipedia, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/WP:NPOV" rel="nofollow" class="liwikipedia">Neutralen Standpunkt</a>, abgedeckt. Dieser setzt eine sachliche und ausgewogene Darstellung voraus, in der die erwähnten Positionen keinen Platz haben.</p>]]></description>
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		<title>Der Fall der Mauer</title>
		<link>http://wikipedistik.de/2006/10/10/der-fall-der-mauer/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Oct 2006 21:03:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Seit Mitte Oktober 2005 war die Wikipedia komplett in China geblockt. Auch vor diesem Zeitpunkt war der Zugriff teilweise nicht möglich. Die Menschenrechtsorganisation &#8220;<a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de" class="liexternal">Reporter ohne Grenzen</a>&#8221; hat sich seit letztem Oktober für eine Aufhebung der Sperre eingesetzt und dies mehrfach in der Öffentlichkeit verdeutlicht &#8211; zuletzt durch die Forderung an Angela Merkel, das Problem während des Besuchs von Chinas Ministerpräsident zu <a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article/1/wen-jiabao-in-deutschland-rog-fordert-gespraeche-ueber-informationsfreiheit.html" class="liexternal">thematisieren</a>.</p>
<p>Seit heute ist ein Zugriff auf die Wikipedia &#8211; mit Ausnahme der weiterhin geblockten <a href="http://zh.wikipedia.org/" rel="nofollow" class="liwikipedia">chinesischen Ausgabe</a> &#8211; aus China wieder problemlos möglich. Vor allem bedeutet dies, dass die &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internetkontrolle_in_China" rel="nofollow" class="liwikipedia">Great Firewall of China</a>&#8221; wieder Zugriffe auf die englischsprachige Wikipedia durchlässt.<br />
<!--more--><br />
Warum wir in China gesperrt waren, ist uns nicht bekannt. Wir haben keinen Kontakt zur chinesischen Regierung, auf unsere Anfragen erhielten wir keine Antworten. Insofern kann man nur Vermutungen anstellen.</p>
<p>Grundsätzlich sorgt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Neutraler_Standpunkt" rel="nofollow" class="liwikipedia">neutrale Standpunkt</a> dafür, dass <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tiananmen_Square_protests_of_1989" rel="nofollow" class="liwikipedia">ein Artikel</a> nicht &#8220;in Dissdidentenhänden&#8221; liegt, sondern auch die offizielle Darstellung der chinesischen Regierung enthält.</p>
<p>Vor kurzem hatte Jimbo Wales <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/78069" class="liexternal">Google und andere kritisiert</a>, die sich in der Vergangenheit chinesischer Zensur gebeugt hatten.</p>]]></description>
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		<title>Citizendium: Wikipedia 2.0?</title>
		<link>http://wikipedistik.de/2006/09/15/citizendium-wikipedia-20/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Sep 2006 20:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<div class="right"><img id="image167" src="http://wikipedistik.de/wp-content/uploads/2006/09/wos_neu1.gif" alt="WOS4-Logo" /></div>
<p>Auf der vierten, <a href="http://www.wikimedia.de/2006/09/wikimedia-auf-der-wizards-of-os/" class="liexternal">von Wikimedia Deutschland unterstützten</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wizards_of_OS" rel="nofollow" class="liwikipedia">Wizards of OS-Konferenz</a> in Berlin hat <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Larry_Sanger" rel="nofollow" class="liwikipedia">Larry Sanger</a> das Konzept einer von ihm angedachten neuen freien Online-Enzyklopädie vorgestellt. Diese hört &#8211; abgeleitet von &#8220;Citizen Compendium&#8221; auf den Namen <a href="http://www.citizendium.org/" class="liexternal">Citizendium</a>.</p>
<p>Am zweiten Tag der Konferenz sprach Sanger als Teilnehmer der Podiumsdiskussion <a href="http://www.wizards-of-os.org/index.php?id=2316" class="liexternal">&#8220;Quality Management in Free Content&#8221;</a> über die Probleme der Wikipedia und wie er diese mit seinem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fork_%28Softwareentwicklung%29" rel="nofollow" class="liwikipedia">Fork</a> lösen möchte.<br />
<!--more--><br />
Als Hauptproblem sieht er die Anonymität und die fehlende Verantwortlichkeit der Autoren an &#8211; dies versucht er beim Citizendium durch Realnamen-Pflicht und E-Mail-Adressen-Angabe zu schmälern. Die wichtigsten Regeln sollen kurz in einer Charta festgehalten werden und deren Grundidee soll von &#8220;Wachtmeistern&#8221; durchgesetzt werden, die bei Verstoß Autoren auch &#8220;entfernen&#8221; können &#8211; ähnlich wie Administratoren in der Wikipedia.</p>
<p>Die Diskussion über &#8220;kurze Richtlinien&#8221; vs. &#8220;umfangreiche Auflistung von Erlaubtem/Verbotenem&#8221; gibt es in der Wikipedia auch schon seit Ewigkeiten. Jüngstes Beispiel dafür war der Streit um die Löschung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Relevanzkriterien" rel="nofollow" class="liwikipedia">Relevanzkriterien</a>.</p>
<p>Apropos Wachtmeister &#8211; die Rollen sollen im Citizendium deutlich ausgeprägter verteilt sein, als in der Wikipedia. Hauptgruppen sind hier die erwähnten Wachtmeister, die Autoren und reine Redakteure, die u.a. auch Unstimmigkeiten zwischen den Autoren verhindern sollen.</p>
<p>Aber nicht alles an der Wikipedia &#8211; die Sanger ja (mit) ins Leben gerufen hat &#8211; ist verkehrt. Als Software für das Citizendium soll MediaWiki genutzt werden. Der neutrale Standpunkt (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Neutral_point_of_view" rel="nofollow" class="liwikipedia">NPOV</a>) und der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:No_original_research" rel="nofollow" class="liwikipedia">Verzicht auf Original Research</a> sollen beibehalten werden.</p>
<p>Um eine Ausgangsbasis zu schaffen, ist für den Anfang die umfangreiche Übernahme von Wikipedia-Artikeln in das Projekt geplant &#8211; dies führt allerdings dazu, dass das Cizizendium ebenfalls als Lizenz die ungeeignete GNU-Lizenz für freie Dokumentation (<acronym title="GNU Free Documentation License">GFDL</acronym>) wählen muss.</p>
<p>Das Thema ist momentan recht heiss: Mathias Schindler schreibt bei <a href="http://www.readers-edition.de/2006/09/15/freies-lexikon-die-fuenfte/trackback" class="liexternal">Readers Edition</a>, <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/78266" class="liexternal">heise</a> und <a href="http://golem.de/0609/47839.html" class="liexternal">golem</a> haben Meldungen gebracht und auch die <a href="http://blog.bruysten.com/2006/09/15/offentliches-wissen/" class="liexternal">Blogosphäre</a> <a href="http://weborama.erich-holzbauer.at/2006/09/15/die-bessere-wikipdedia/" class="liexternal">berichtet</a>. Damit darf man guten Gewissens vermuten, dass morgen einige Zeitungen nachziehen.</p>]]></description>
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		<title>Die FAZ und der Neutrale Standpunkt</title>
		<link>http://wikipedistik.de/2006/04/19/die-faz-und-der-neutrale-standpunkt/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Apr 2006 07:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:NPOV" rel="nofollow" class="liwikipedia">Neutrale Standpunkt</a> (<em>NPOV &#8211; Neutral Point Of View</em>) ist einer der unveränderlichen Grundsätze der Wikipedia. Gleiches sollte für gute journalistische Arbeit gelten.<br />
<!--nevermore--><br />
An dieser Stelle wollte ich mich eigentlich über die mir Bauchschmerzen bereitende Verquickung von Thema, Autor, Vorgehensweise und Absicht schreiben, die dem Artikel <em>&#8220;<a href="http://www.faz.net/s/Rub8A25A66CA9514B9892E0074EDE4E5AFA/Doc~EC7764D4EE9CC432C9C0157FA5433AC54~ATpl~Ecommon~Scontent.html" class="liexternal">Tibet bei Wikipedia &#8211; Bestenfalls Blauäugigkeit</a>&#8220;</em> von Klemens Ludwig in der FAZ vom 17. April 2006 zugrundeliegt.</p>
<p>Da allerdings sowohl Mathias bei <em>netzpolitik.org</em>, als auch HaeB im <em>Wikipedia:Kurier</em> sich bereits ausführlich mit dem Fall beschäftigt haben, verweise ich nur auf diese beiden Artikel:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.netzpolitik.org/2006/tibet-gaming-uber-bande/" class="liexternal">Tibet-Gaming über Bande</a> (Mathias Schindler)</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Kurier" rel="nofollow" class="liwikipedia">Schlimmstenfalls Einäugigkeit – POV-Pushing à la FAZ</a> (HaeB)</li>
</ul>]]></description>
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