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Wikimedia CommonsWikimedia Commons ist eine internationale, freie Datenbank für Bilder, Videos, Musik und gesprochene Texte.

Auch wenn viele Nutzer sie noch nie bewusst wahrgenommen haben, haben die Wikimedia Commons ihnen mit großer Wahrscheinlichkeit schon Inhalte geliefert: Der überwiegende Anteil aller Bilder in der Wikipedia stammt aus dem gemeinsamen Medienarchiv.

Dies war auch der Ansporn, aus dem im September 2004 das Wikimedia-Projekt gegründet wurde: Die Schaffung eines zentralen Aufbewahrungsortes von Multimedia-Inhalten auf das jedes Wikimedia-Projekt zurückgreifen kann, ohne dass eine Datei zig mal in verschiedene Projekte hochgeladen werden muss.

Bereits ein Jahr nach der Gründung hielt Wikimedia Commons über 250.000 Mediendaten zur freien Verfügung bereit und wurde somit eine der größten freien Mediendatenbanken der Welt. Zum Zeitpunkt dieses Postings enthalten die Commons fast 3 Millionen frei verwendbare Mediendateien.

Bereits vor einigen Jahren hat Erik Möller, von dem bereits die ursprüngliche Idee und Realisierung ausging, den Vorschlag gemacht, die Wikimedia Commons weiter zu öffnen: InstantCommons sollte es weltweit jedem Wiki auf MediaWiki-Basis ermöglichen, auf die Inhalte der Wikimedia Commons zuzugreifen.

Dies wurde nun – wenn auch nicht unter diesem Namen – implementiert.

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GlobusMitte 2006 öffnete sich Google Earth und erlaubte das einfache Einbinden externer Datenquellen.

Dies führte dazu, dass innerhalb kürzester Zeit Stefan Kühn und das WikiProjekt Georeferenzierung eine umfangreiche Liste aller geokodierten Wikipedia-Artikel schufen, die direkt in Google Earth importiert werden kann.

Ende des Jahres (Dezember 2006) erkannte auch Google, dass dies eine extrem sinnvolle Anwendung ist und begann von sich aus unter dem Layer-Namen “Geographic Web” Wikipedia-Artikel und Bilder des inzwischen von Google übernommenen Dienstes Panoramio direkt in Google Earth einzubinden.

Diese Funktionalität wurde nun auch in Google Maps übernommen:

Google Maps inkl. Wikipedia-Inhalten
Google Maps mit integriertem Wikipedia-Inhalt (anklicken)

Die drei Reiter Karte, Satellit und Gelände haben einen etwas abgesetzten vierten Reiter mit der Bezeichnung “Mehr…” spendiert bekommen. Ein Klick ermöglicht die Wahl Wikipedia-Inhalte, Panoramio-Fotos oder beides in der aktuellen Kartenansicht einzublenden.

Klickt man innerhalb der Karte auf ein Vorschaubild oder ein Wikipedia-Symbol wird zunächst innerhalb von Google-Maps ein vergrößertes Vorschaubild bzw. der Beginn des Wikipedia-Artikels angezeigt – ein weiterer Klick führt dann zum Original-Angebot.

(via TechCrunch)

AbgestempeltWir sind gekommen um zu bleiben…

Nach einem kurzen Vorgeplänkel in der Nacht vom 3. Mai, wurden heute vormittag in der deutschsprachigen Wikipedia die gesichteten und geprüften Versionen aktiviert.

Die ehemals als “stabile Versionen” bekannte Funktionalität entspricht dem Umfang, den ich am 29. August 2006 im Artikel “Fakten” zu den Stabilen Versionen beschrieben habe. Da kann man sich die Idee noch einmal genauer zu Gemüte führen.

Erst gestern auf dem 14. Kölner Webmontag habe ich mich mit Torsten Kleinz über größere Software-Änderungen innerhalb der Wikipedia unterhalten, die relativ selten sind. Mit zu den größten Schritten zählten sicherlich die Abkehr vom CamelCase, der Wechsel von Phase II auf MediaWiki und der Aufbau der zentralen MediendatenbankWikimedia Commons.

Persönlich erinnere ich mich an wenige Projekte (abgesehen vom Single-User-Login), die so lange bereits in der Arbeit und in der Diskussion sind, wie die “stable versions”. Es freut mich, dass mit Hilfe von Wikimedia Deutschland, Wikimedia Frankreich und dem Einsatz von Philipp Birken, Aaron Schulz, Brion Vibber und vielen weiteren Helfern, die gesichteten und geprüften Versionen nun endlich Realität geworden sind.

Anzeige eines nicht gesichteten ArtikelsNun wird sich zeigen, wie gut die neue Möglichkeit zur Qualitätssicherung in der Realität skaliert. Momentan enthält die Mehrzahl der Artikel noch die Kennzeichnung “Es wurde noch keine Version gesichtet.”, dies wird sich aber dank vieler fleißiger Hände vermutlich bald ändern.

Anträge zur Vergabe des “Sichter”-Flags (das es erlaubt, Artikel als gesichtet zu markieren) können auf der Seite Wikipedia:Gesichtete Versionen/Rechtevergabe gestellt werden.

Momentan ist dazu die Stimmberechtigung Voraussetzung, in Zukunft sollen die Hürden allerdings deutlich niedriger angelegt werden.

Bells and Whistles
Thomas Wanhoff hat heute per Twitter eine schöne Übersetzung für den Begriff “Bells and Whistles” gesucht.

Es gibt keine zufriedenstellende prägnante Übersetzung für diese relativ neue englische Redewendung.

Online-Wörterbücher wie dict.leo.org oder dict.cc schlagen den Begriff “Schnickschnack” vor, greifen damit aber viel zu kurz.

“Bells and whistles” sind Funktionen, die für das korrekte Funktionieren eines Produktes oder einer Anwendung nicht wirklich notwendig sind, aber die “user experience” spürbar verbessern.

Ein gutes Beispiel dafür die Typeahead-Funktionalität, die den meisten Benutzern das erste Mal bei der Autokomplettierung der Adresszeile im Browser über den Weg gelaufen sein dürfte. Nachdem man einige Zeichen eingetippt hat, vervollständigt der Browser die Adresse selbst oder bietet, falls mehrere Alternativen gefunden werden, ein Dropdown-Menü an, um die passende Adresse auszuwählen.

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WP goes print
Am 26. Januar 2006 schrieb ich den Beitrag Die gedruckte Wikipedia kommt! über die Pläne der Zenodot Verlagsgesellschaft, die Wikipedia in 100 Bänden zu drucken.

Diese Projekt wurde allerdings für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt, da das Interesse an diesem Projekt nicht ausreichte.

Etwas weniger ambitioniert, dafür aber sichere Sache, ist das Wikipedia-Lexikon in einem Band. Das einbändige Print-Nachschlagewerk des Bertelsmann Lexikon Institut ist ab September 2008 zum Preis von 19,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

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