Der Brockhaus zieht nach: LexiScout greift die Idee von Googlepedia auf.
Die Suchmaschinenerweiterung LexiScout funktioniert bisher nur unter Windows und fügt der Google-Ergebnisausgabe Suchergebnisse aus verschiedenen Quellen hinzu. Zusätzlich durchsucht wird beispielsweise xipolis.net und auch lokal installierte Nachschlagewerke von Brockhaus und Duden (z. B. der Brockhaus multimedial, die Brockhaus Enzyklopädie digital oder die Office-Bibliothek).
Die zusätzlichen Suchergebnisse sind via Reiter im Bereich der Adwords-Anzeige zu finden. Ob Google das so toll findet, dass ein kommerzielles Programm diese ausblenden kann, weiß ich ja noch nicht so recht.
Aber es kommt noch besser: Bei der Suche auf den Brockhaus-Servern wird vom Programm eine Nummer übertragen, die den Nutzer eindeutig identifiziert. Bernd Kreissig (Geschäftsführer von Brockhaus) erklärt, dass LexiScout zum gegenwärtigen Zeitpunkt diese nicht auswerte. Bleibt die Frage, wozu sie dann eingeführt wurde.
Warum das Programm, das sich momentan allerdings noch im Betatest befindet, 15 MB und ein installiertes Java benötigt, bleibt ein Geheimnis von Brockhaus. Schön ist auch der Hinweis in der Hilfe bzgl. der gleichzeitigen Nutzung von Googlepedia und LexiScout:
“Wir empfehlen deshalb, Googlepedia zu deaktivieren, wenn Sie LexiScout verwenden möchten.”
(via Mathias)
22. Juli 2007 um 20:17 Uhr
Naja, Adblock kann das auch. Aber da “X macht das auch” als Argument nicht zählt: Bei den Anzeigen ist es so, dass Google nur Geld für tatsächliche Klicks bekommt, nicht fürs Anzeigen. — Klar, die Klickzahl wird bei ausgeblendeten Links nicht unbedingt steigen, aber Google sagt in seinen Terms of Use (irghendwo…) auch, dass automatische Abfragen der Suchmaschine verboten sind. …
6. August 2007 um 00:30 Uhr
Was wird google da schon großartig machen können?
Wenn XXXX User dieses Tool nutzen? Sie können wohl
kaum eine unüberschaubare Zahl vor Gericht zerren oder sonstige rechtliche Schritte einleiten.
6. August 2007 um 05:23 Uhr
Gegen den Endnutzer wird Google wohl in keinem Fall vorgehen. Aufgrund der durch Mathias angestossenen Berichterstattung ist Lexiscout übrigens erst einmal nicht mehr verfügbar.
19. Oktober 2007 um 20:10 Uhr
Tja, das sieht nicht gut aus für Google, viel Möglichkeiten haben sie nicht, schätze ich. Aber ich denke das ist denen auch nicht so wichtig, nur ein Tropfen auf den heissen Stein
10. März 2008 um 20:09 Uhr
Aber könnten sie nicht recht einfach ihre Richtlinien abändern und schreiben, wer Google nutzt darf die Darstellung der Ergebnisse nicht abändern?
Wäre doch nur fair, man bringt ja auch nicht sein eigenes Essen mit wenn man sich in ein Ausflugslokal setzt.
24. Oktober 2008 um 21:02 Uhr
[...] – meine Postingfrequenz ist momentan mal wieder etwas leserunfreundlich ausgeprägt. Der letzte Beitrag ist schon 1 1/2 Monate alt und die Wikimania habe ich gar nicht behandelt. Als kleine [...]
29. April 2009 um 16:59 Uhr
Die Daten auf den Google Suchergebnisseiten sind doch auch nicht von Google selbst. Googlebots spidern Websites/Webseiten und verwenden die Metatag Description, oder auch ein Stück aus dem Text als Beschreibung auf den Suchergebinsseiten. Google hat also wohl kaum Urheberrechte an dem Inhalt.
23. Juli 2011 um 14:08 Uhr
Das rechtliche Problem wird wohl immer bestehen. Das jedoch eine Parameter zur eindeutigen Identifizierung übersendet wird, finde ich schon ein starkes Stück, denn obwohl man sich bewußt ist, dass es nicht gemacht werden darf, wird bei jedem neu gestarteten Dienst doch immer wieder solches Zeugs mit eingebaut.