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Leckeres kleines Chili...
Leckeres kleines Chili…

Ich bin es leid – meine Rezepte-Zettel leiden immer extrem beim Kochen und bisher konnte ich mich nicht dazu aufraffen eine elektronische Rezeptesammlung in meinem Privat-Wiki anzulegen.

Einfachste Lösung: In Zukunft schreibe ich Rezepte, die ich aktuell umgesetzt habe in mein kleines Blog als Offtopic-Beitrag. So finde ich sie wenigstens einfach wieder, wenn ich sie benötige…

Das folgende Chili-Rezept ist eine leicht abgewandelte Version meines typischen Chili con Carne, welches ich ursprünglich von meiner Schwester übernommen habe. Konkret habe ich es für die Weihnachtsfeier des Seminars für Personalwirtschaftslehre der Uni Köln abgewandelt und hochskaliert. Dort scheint es soweit auch allen geschmeckt zu haben.

Überhaupt… um einmal kurz auszuholen – die Weihnachtsfeiern unseres Seminars lassen sich meiner Meinung nach mit keinen anderen an der Uni vergleichen. Zumindest mit keinen, die ich kennen würde. Unser Lehrstuhl zeichnet sich eh durch ein prima Arbeitsklima und nette Menschen aus, aber selbst dann feiert man in der Regel nicht traditionell in großer Runde (wir sind immerhin ~23 Personen) beim Chef zuhause. Prima. Jeder bringt was aus seiner kulinarischen Trickkiste mit, wobei die Organisation natürlich über unser internes Wiki läuft :-)

Aber zurück zum Rezept:

  • 4 große Zwiebeln
  • 8 Zehen Knoblauch
  • 600 Gramm Rinder-Hack
  • 600 Gramm gemischtes Hackfleisch
  • 4 große rote Paprika
  • 3 Dosen Tomaten in Stücken (je 400g)
  • 4 Dosen rote Bohnen (je 400g)
  • 2 Dosen Mais (je 300g)
  • 2 Chili-Schoten
  • 1 Glas Jalapeño Peppers Sliced
  • 2 Riegel Bitterschokolade
  • Gewürze und Kleinkram: Salz, Pfeffer, Cayenne-Pfeffer, Kreuzkümmel, Paprika (Edelsüß), Basilikum, Oregano, Chilies, ggf. Chili-Gewürz (besteht in der Regel nur aus den eh schon aufgezählten Bestandteilen), Tomatenmark, Ketchup, Öl

Um alle Zutaten sinnvoll unterzubekommen sollte man einen Topf haben, der bei einer Höhe von ~14 Zentimetern mindestens einen Durchmesser von 28 Zentimeter hat. Zunächst ist Schnibbeln angesagt – die Paprika müssen in etwa zuckerwürfelgroße Stücke geschnitten werden, die Zwiebeln entsprechend kleiner gewürfelt werden. Beim Knoblauch bietet es sich an, eine Knoblauchpresse zu benutzen, alternativ kann man ihn auch fein mit einem Messer kleinschneiden. Die Chilies schneidet man am besten in kleine Streifen.

Als erstes wird das Öl im Topf erhitzt und die Zwiebeln zusammen mit dem Knoblauch glasig gedünstet. Als nächstes wird das Hackfleisch hinzugefügt und angebraten. Dann mit den Tomaten ablöschen und die Masse nach Geschmack würzen. Besonders mit dem Salz und dem Basilikum nicht zu vorsichtig umgehen! Da muss kräftig was rein. Auch Kreuzkümmel gehört ordentlich dazu – aber Vorsicht: Kreuzkümmel (Cumin) hat trotz der Namensgleichheit genau gar nichts mit Kümmel zu tun und schmeckt komplett anders. Also nicht verwechseln. Auch die Chilies sollten jetzt hinzugefügt werden und die Jalapeños.

Chili muss scharf sein. In Anbetracht der schärfeungewöhnten Gaumen meiner Kollegen habe ich mich dazu breitschlagen lassen, auf meine “Spezialzutaten” zu verzichten.

100% Pain

Der besondere Favorit von meiner Freundin und mir ist die PAIN 100% Hot Sauce, eine eher dickflüssige essigbasierte Habanero-Sauce die man bspw. über den Pepperworld Hot Shop beziehen kann. Aber Vorsicht: Der Aufkleber auf der Flasche ist durchaus ernst zu nehmen:

ACHTUNG: Extrem scharf! Kontakt mit Augen/Haut vermeiden. Nicht unverdünnt verwenden. Von Kindern fernhalten. Sehr sparsam verwenden.

Wenn man die Masse nach dem eigenen Geschmack – oder dem der Zielgruppe – gewürzt hat, dickt man das Ganze mit etwas Tomatenmark an. Sollte es zu dickflüssig werden, kann man mit Wein, Wasser und/oder Ketchup etwas mehr Flüssigkeit hineinbringen. Der Schuss Wein (Rotwein selbstverständlich) trägt auch zum Geschmack mit bei.

Nun ist es Zeit für die Paprika, die Bohnen und den Mais. Letzterer passt meiner Meinung nach sehr gut, man outet sich allerdings als Europäer. Ansonsten findet sich in “echtem” Chili grundsätzlich kein Mais.

Das Chili lässt man nun etwa eine Stunde vor sich hin köcheln und würzt ggf. noch etwas nach. Zum Schluss raspelt man die zwei Riegel Bitterschokolade (mindestens 70 % Kakao!) hinein – neben dem Geschmack sorgt dies für eine appetitliche dunkle Farbe.

Zum Chili isst man am besten entweder Brot (Baguette) oder Reis. Sehr gut macht sich auch eine Packung Tortilla Chips (ich kann die von Fuego empfehlen) oder aber direkt Chili-Jalapeno-Wraps.

Im Gegensatz zu anderen Gerichten hat Chili einen praktischen Vorteil: Aufgewärmt schmeckt es nochmal besser, als frisch zubereitet…

Guten Appetit!

PS: Nein, ich werde nicht von der Firma Fuego für Werbung bezahlt. Ich finde das Zeug schmeckt einfach wirklich gut.

6 Kommentare zu “Offtopic: Chili à la Avatar für 10 hungrige Personen”

  1. Elvis Untot schrieb:

    ah, auch ein fan von allem, wo [[Capsaicin]] drin ist :)

    ich traue mich nur noch nicht, in mein chili schokolade zu raspeln, aber an sylvester werde ich es wohl mal wagen.

    ich nehme zusätzlich noch gerne kichererbsen und (relativ wenig) grüne bohnen.

    Etwas bunter Paprika wirkt imho auch immer ganz gut (nur sieht es dann nichtmehr nach nem echten Chili aus)

    PS:um die leute etwas zu verwirren etwas reis dazustellen, der mit 1-2 tropfen “One Million” gewürzt wurde :)

  2. Tim Bartel schrieb:

    “Verwirren” ist nett ausgedrückt ;-)

  3. Vlado schrieb:

    Mein Lieblingsgericht! Das mit der Bitterschokolade muss ich unbedingt probieren.

  4. Michael schrieb:

    Hat super geklappt Tim! Respekt für das Rezept, ich werde mir die Tage auch mal dieses “Pain” Zeug bei pepperworld kaufen! :)

  5. Tim Bartel schrieb:

    Prima, das freut mich. Viel Spaß beim aufpeppen ;)

  6. Wikipedistik » Teuflischer Gemüseauflauf mit Knusperkruste schrieb:

    [...] Ich nutze die viel zu kurze Weihnachtszeit mal um meine Offtopic-Kategorie Rezepte, in der bisher nur ein einsames Chili-Rezept liegt, langsam zu erweitern. [...]

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