Das Fundstück der Woche findet sich nicht in der Computerbild, sondern in der iX Ausgabe 07/2006 mit dem Aufmacher “Mashup mit Web 2.0″ auf Seite 56 im Interview mit Frank Westphal, dem technisch Verantwortlichen der Web 2.0 Plattform Qype:
Das ursprünglich enthaltene Kategorisierung-System wurden gegen das Konzept des Tagging getauscht. Yahoo ist meiner Meinung nach an dem Konzept, alles in Directory-Kategorien zu sortieren, gescheitert. Für viele Leute ist dieses Schubladendenken einfach nicht mehr passend. Um Nischenmärkte abzudecken ist Foxonomy-Tagging [Wort für Portraits schöner Menschen bei Flickr, d. Red.] eine gute Möglichkeit.*
* alle Fehler 1:1 übernommen
Nun muss ein unbedarfter Computernutzer vielleicht nicht gerade wissen, was Folksonomies sind – aber von einem Autor, der sich mit dem Thema Web 2.0 beschäftigt und einen Artikel darüber in einer Computerfachzeitschrift schreibt, erwarte ich das dann eigentlich schon.
22. Juni 2006 um 13:42 Uhr
Schöne Verkettung dreier Patzer: Ich habe zu undeutlich aufs Band gesprochen, Ramon hats unreflektiert transkribiert und der iX-Redakteur (Anm. d. Red.) hat falsch recherchiert (so wenige Google-Treffer sollten misstrauisch machen). Habe auf alle Fälle herzlich drüber lachen können …
22. Juni 2006 um 13:50 Uhr
Ich war sehr irritiert, vor allem weil ich erst nicht wusste, ob ich irgendeinen Insider-Witz verpasst hatte :-)
Immerhin hat es dazu geführt, dass ich mir Qype mal näher angeguckt habe. Ich muss gleich nur noch ein Portait von mir hochladen… ;)
22. Juni 2006 um 13:59 Uhr
“Foxonomies” sind bei uns zum Running Gag geworden – wird bestimmt auch bald ein neues Feature, also nicht wundern. ;) Manchmal verändern die alten Medien eben doch noch die Welt … :)
3. Juli 2006 um 21:42 Uhr
Ziemlich peinlich, so was. Vielleicht wollte er aber einfach einen neuen Modebegriff schöpfen. So wie aus “Weblog” irgendwann ja mal “Blog” wurde. Hat ihn mal jemand gefragt?