Die Zenodot Verlagsgesellschaft, eine Tochter Schwesterfirma von Directmedia macht es tatsächlich wahr: innerhalb der nächsten fünf Jahre wird sie die deutschsprachige Wikipedia als 100-bändiges Werk verlegen.
Somit ist die deutschsprachige Wikipedia nicht nur die erste Wikipedia gewesen, die es als CD/DVD gab, sondern wird auch hier Vorreiter sein. Wegbereiter für das Projekt ist die ebenfalls von Zenodot verlegte Taschenbuchreihe WikiPress, deren erster Band – “Wikipedia: Das Buch” – inkl. aktueller Wikipedia-DVD im Dezember 2005 erschienen ist.
Der erste Band des ambitionierten Projektes soll im Oktober 2006 auf der Frankfurter Buchmesse erscheinen – danach ist ein Erscheinungsrhythmus von zwei Bänden pro Monat geplant. Jeder Band soll einzeln für 18,50 €, bzw. in einer Subskription für 14,90 € erhältlich sein. Der letzte Band soll Dezember 2010 auf den Markt kommen.
Mehr Informationen zu dem Projekt “WP 1.0″ gibt es auf der zugehörigen Wikipedia-Seite und in Kürze auf der offiziellen Projektseite.
Nachtrag: Mittlerweile ist die Nachricht auch bei Golem aufgegriffen worden. Der Heiseticker schweigt sich vorerst noch aus.
…legt dafür dann aber dank Torsten Kleinz mit einem umso umfangreicherem Newsposting nach.
26. Januar 2006 um 18:04 Uhr
Sehr Gut! Aber hier stellt sich die Frage: Wer kauft sich 100 Bände a’ 18,50€ (eventuell +Versandkosten!!) die es auch im Internet gratis gibt?
Mittlerweile kann sich jeder innerhalb von ~15-20 Minuten in das Internet einwählen (Internetcafes, Handys, Notebooks, W-Lan Hotspots ….) und die Wikipedia GRATIS abrufen. Außerdem findet man den Gewünschten “Online”-Artikel Online schneller als in 100 Bänden ;)
Und warum sollte man auf “veraltete” gedruckte Informationen zurückgreifen wen man die aktuellsten Informationen gratis im Internet findet?
30. Januar 2006 um 10:16 Uhr
Hallo! Mich hätte interessiert, inwieweit die “Wikipolizei” in dieser Diplomarbeit integriert wird.
Wikipolizei: Das hässliche Gesicht der Wikipedia
http://fvmm.blogspot.com/...hssliche-gesicht-der.html
Gruss
FvMM
30. Januar 2006 um 11:42 Uhr
Kevin: Eine berechtigte Frage. Einige der anderen Blogs (siehe meine del.icio.us-Links) haben diese Frage auch betrachtet (wobei sie in der Mehrzahl eher zu deiner Sichtweise tendieren). Zenodot sagt dazu, dass sie eine andere Zielgruppe erreichen wollen.
Ich hoffe jedenfalls, dass genügend Vorbestellungen zusammenkommen um das Projekt lohnend umzusetzen. Ich persönlich habe zwar momentan nicht mal eben die ~1500,- € für eine Subskription übrig, aber ich muss gestehen, dass ich ein Wikipedia-Regal im Wohnzimmer schon sexy finden würde :-).
Früher, bei meinen Eltern, habe ich mir gerne mal einen Band wahllos aus Meyers Taschenlexikon gegriffen und auf dem Sofa drin geschmökert.
FvMM: Auch wenn der Kommentar nicht ganz zur Meldung passt, eine Antwort:
Ich werde aller Wahrscheinlichkeit nach schon entsprechend auf das Thema Qualitätssicherung eingehen. Allerdings teile ich deine Meinung nicht. Die Vermutung liegt natürlich nahe, dass in einem geschlossenen Unternehmenswiki das von dir angesprochene Problem in dieser Form nicht gross auftaucht.
Grundsätzlich finde ich angebrachte Kritik und Verbesserungsvorschläge sinnvoll – ich bin da auch durchaus interessiert, dass zu diskutieren – z.B. in deinem Blog – (allerdings nicht, bevor ich nicht meine Klausur in 16 Tagen erfolgreich hinter mich gebracht habe).
Grundsätzlich habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, dass ich die meisten Leute, die von Netcops und Wikipolizisten reden als sehr suspekt einschätze und ich so gut wie niemanden aus dieser Gruppe kenne, der zum kritisierten Objekt (Usenet, Wikipedia) umfangreich produktiv beigetragen hätte. Auch trägt eine Bezeichnung von Personen als “Wikipolizisten” inkl. Nennung ihres Real-Namens nicht gerade dazu bei, eine sinnvolle Diskussionsbasis zu schaffen.
Das soll nicht heissen, dass es unmöglich wäre, eine Sache zu kritisieren, an der man nicht produkiv teilnimmt, aber das führt jetzt wohl wieder etwas zu weit. Wie gesagt, ggf. können wir das später mal diskutieren.
30. Januar 2006 um 13:49 Uhr
Hallo Tim! Auf jeden Fall erst einmal viel Erfolg bei deiner Klausur. Wikipolizei und so, eilt nicht. Klausur hat natürlich Vorrang. :-)
Gruss
FvMM
PS: http://www.blogpulse.com/...38;sort=&max_results=
:-)))
20. Februar 2006 um 14:05 Uhr
[...] Ist man nun unterwegs, sieht das Ganze problematischer aus. Aber auch dafür gibt es mittlerweile eine Reihe von Lösungen, über die dieser Artikel einen Überblick gibt. Die wichtigste Forderung ist, dass die Unterwegs-Nutzung praktikabel und komfortabel ist. Ein entsprechendes Endgerät, um auf die Wikipedia zuzugreifen, muss also vor allem transportabel und handlich sein, so dass man es jederzeit direkt im Zugriff hat. Das Mitführen eines 100-bändigen Lexikons fällt also aus dem Raster. [...]
13. März 2006 um 16:55 Uhr
[...] Letzten Samstag lud Zenodot zum Communitytag nach Berlin um das Vorhaben der gedruckten Wikipedia zu besprechen. [...]
23. März 2006 um 17:35 Uhr
[...] Im Januar diesen Jahres kündigte die Zenodot Verlagsgesellschaft ein ambitioniertes Projekt an – den Druck der Wikipedia als 100-bändiges Werk unter dem Namen WP 1.0. Ende Januar schrieb schrieb ich dazu ein Posting mit dem Namen Die gedruckte Wikipedia kommt! – da war ich leider wohl ein wenig vorschnell… Heute haben die Vertreter von Zenodot (ebenfalls Wikipedianer) auf der zum Projekt gehörenden Wikipediaseite der Community mitgeteilt, dass das Projekt vorerst nicht realisiert wird: Liebe Wikipedia-Community, [...]
25. Juni 2007 um 21:16 Uhr
[...] Seite “Fragen zur Wikipedia” dar. Möglicherweise durch die auf Eis gelegten Pläne der WP 1.0 inspiriert fragte dort am 6. Juni der Benutzer Horsefreund, wie viele DIN-A4 Seiten benötigt [...]
22. April 2008 um 11:35 Uhr
[...] 26. Januar 2006 schrieb ich den Beitrag Die gedruckte Wikipedia kommt! über die Pläne der Zenodot Verlagsgesellschaft, die Wikipedia in 100 Bänden zu [...]